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Mittwoch, 9. November 2016

und währendessen
und immer wieder
und nicht mehr lange
lausche ich deinen tiefen atemzügen
wie du mit den zähnen knirschst
murmeln im schlaf
murmeln im kopf
gedankenmurmeln
murmeln im sand
rollen nicht
und doch viel zu gut
sand im getriebe
murmeln im schlaf
ich bin hellwach
und müde

Freitag, 4. November 2016

und dann ist da
nichts
ein kleines riesiges nichts
direkt nach dem aufwachen
schweißgebadet
albträume zählen
eins zwei drei
 meine kleine briefmarkensammlung
eins zwei drei
und nichts
briefmarken helfen nicht
gegen die bilder
die träume
die wünsche
wieder nichts
immer nichts

Mittwoch, 2. November 2016

so viele wimpern
mit immer dem selben wunsch
so viele sternschnuppen
und immer der selbe wunsch
wunschzeit ist vorbei
was bleibt
ist
der wunsch
nicht zu wissen,
das wünschen nichts bringt
und 
dass doch
immer alles noch schlimmer werden kann
und wird
weinende augen
straßenbahnen
tränen bahnen sich in straßenbahnen
den weg
durch meine wimpern,
über die wangen
tropfen
vom kinn auf den
dreckigen boden
der straßenbahn
der tatsachen
tatsache ist
sein ist zu schwer
zu kalt
vor meiner nase
fahren die zugtüren zu
zu weit weg
bitte zurückbleiben

Dienstag, 1. November 2016

ich habe scherben aufgesammelt
sie mühsam wieder in form gebracht
mit uhu-alleskleber und tesafilm
notdürftig zusammengeflickt
nicht gut genug
nie gut genug
nur eine frage der zeit,
bis 
es/alles/ich
wieder auseinanderfällt
und alles von vorne anfängt
nie gut genug
ich hasse, dass du gehst
ich hasse, dass es hier kein wir gibt
sondern immer nur ab und zu
du bei mir
ich bei dir
ich hasse,
dass es du bist
du da oder dort oder woanders
ich hasse, dass es ich bin
 ich hier
ich hasse, dass ich immer nur ohne bin
und du bist nie ohne
 ich bin nie ganz
nur ganz alleine, ganz verzweifelt, ganz zerbrochen
ganz müde, so müde
und du immer wach,
sogar redend im schlaf
ganz wach, ganz ganz
seltsam,
wie gedanken kreisen, runden drehen,
nie zur ruhe kommen, perfekte pirouetten drehen,
bis mir ganz schwindelig ist
und ich wieder in deinen armen lande
landen, nur landen
nicht ankommen, nie ankommen
weder bei dir, noch bei mir
schwindelerregend weit weg von allem,
das halt geben könnte
streck die hand aus, griff ins leere
fallend
immer fallend, nie schwebend fliegend
von zeit zu zeit landend,
dann wieder aufprallen
aufprallen auf dem eis,
in das meine gedanken mit scharfen kufen
ihre pirouetten gezogen haben,
ab und zu
nicht ganz so perfekt,
ausgebrochen,
nur, um nach einiger zeit
wieder in gewohnte bahnen zurückzukehren
frieren,
kälte spüren
wärme ist nur du
ich hasse,
dass du warm bist
ich hasse,
dass der graue himmel mich langsam erstickt
und ich hasse,
dass er es nicht schneller tut
ich hasse,
dass es hier kein wir gibt,
aber wie soll es auch wärme geben,
wenn hier nie die sonne scheint