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Dienstag, 1. November 2016

ich hasse, dass du gehst
ich hasse, dass es hier kein wir gibt
sondern immer nur ab und zu
du bei mir
ich bei dir
ich hasse,
dass es du bist
du da oder dort oder woanders
ich hasse, dass es ich bin
 ich hier
ich hasse, dass ich immer nur ohne bin
und du bist nie ohne
 ich bin nie ganz
nur ganz alleine, ganz verzweifelt, ganz zerbrochen
ganz müde, so müde
und du immer wach,
sogar redend im schlaf
ganz wach, ganz ganz
seltsam,
wie gedanken kreisen, runden drehen,
nie zur ruhe kommen, perfekte pirouetten drehen,
bis mir ganz schwindelig ist
und ich wieder in deinen armen lande
landen, nur landen
nicht ankommen, nie ankommen
weder bei dir, noch bei mir
schwindelerregend weit weg von allem,
das halt geben könnte
streck die hand aus, griff ins leere
fallend
immer fallend, nie schwebend fliegend
von zeit zu zeit landend,
dann wieder aufprallen
aufprallen auf dem eis,
in das meine gedanken mit scharfen kufen
ihre pirouetten gezogen haben,
ab und zu
nicht ganz so perfekt,
ausgebrochen,
nur, um nach einiger zeit
wieder in gewohnte bahnen zurückzukehren
frieren,
kälte spüren
wärme ist nur du
ich hasse,
dass du warm bist
ich hasse,
dass der graue himmel mich langsam erstickt
und ich hasse,
dass er es nicht schneller tut
ich hasse,
dass es hier kein wir gibt,
aber wie soll es auch wärme geben,
wenn hier nie die sonne scheint

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