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Mittwoch, 18. Januar 2017

stillstand
wieder angekommen
auf dem boden
meines zimmers, hoffend
auf ein geräusch
auf jemanden,
der die tür öffnet
und meine tränen sammelt,
der mich aufsammelt
und meine teile,
verteilt
in der dusche,
neben dem ganzkörperspiegel,
zwischen meinen schminkutensilien
zerteilt, auseinandergebrochen,
zersprungen
sieben jahre pech
sammel schnell die scherben auf
bevor sich
jemand
verletzt
 
 


Dienstag, 17. Januar 2017

fahr mit mir ans meer
setz mich vor tosenden wellen ab
und 
sieh mir zu,
wie ich mich
im meeresrauschen verliere
und mich für einen moment
leicht und
angekommen fühle,
nur einen moment
bevor alles zurückkommt
und ich frage mich,
wie sich leere anfühlt,
welche wörter man benutzen könnte,
um nichts zu beschreiben,
wie man erklärt,
dass sich nichts mehr richtig anfühlt,
dass nichts mehr einen sinn ergibt,
ich ergebe keinen sinn,
wir auch nicht,
niemand,
irren alle umher,
auf der suche nach irgendwas,
das füllt, was fehlt
wie erklärt man das gefühl,
zwischen hunderten menschen am bahnhof zu stehen
und keine richtung zu haben,
keinen weg,
verloren
in einer stadt
in meinem kopf
in gefühlen
und gedanken,
die mir die augen verbinden
und mir meine karte wegnehmen 
abgesetzt
irgendwo auf einem globus
in einer welt,
die nicht meine ist,
in der ich mich so fremd fühle
wo gehöre ich hin?

Montag, 9. Januar 2017

sieh mich an
lies
in meinen augenringen
die farbe
meiner gedanken
und die
konsistenz
meiner gefühle
halte meine hand
und spüre
durch die
abgeknabberte haut
an meinen fingerkuppen
die anzahl
meiner ängste
und die richtung
meiner wünsche
momente
voller kribbelnder
vorfreude
wechseln sich ab
mit
aus dem schlaf
hochschrecken
und
panikattacken,
die mir die
luft/lust
zum atmen nehmen
bestand
hat wenig
nur die frage
nach
der
antwort

Sonntag, 1. Januar 2017

neues jahr
und ich flüchte erneut
"zuhause"
ist nicht länger heilsam,
die anfängliche
euphorie
ist verflogen,
jetzt:
zurückfallen
in alte muster
und
gedankenkreise
und die flucht
hoffentlich
nach vorn