ich betrachte die längliche weiße tablette,
die ab jetzt wohl machen soll,
dass ich mir nicht mehr wünsche,
die treppe zu meiner wohnung herunter zu fallen,
und mir dabei das genick zu brechen,
breche sie in der mitte durch
und schlucke eine hälfte,
spüle mit wasser nach.
eine hälfte, erst langsam rantasten,
hat sie gesagt,
ich taste.
taste nach dem grund,
nach der antwort auf die frage
wie es so weit gekommen ist
und wie ich leben kann,
wie mein leben funktionieren soll,
wie ich funktioniere
oder zeitweise auch nicht.
schmeckt ein bisschen bitter im abgang,
life is bitter, denke ich
und muss lachen und weinen gleichzeitig.
lachen ist selten,
weinen viel seltener,
sollte wohl dankbar sein für solche momente
denke ich,
als ich stufe für stufe,
ganz langsam,
die treppe zu meiner wohnung
hinunter gehe
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