so. heute bekommt ihr jetzt meinen bericht vom trainingslager und ich warne schon mal vor: es könnte ein langer text werden!
also. montag gings ja los. nach zwei stunden fahrt kamen wir (die leute aus meinem verein und ich, wir waren insgesamt 5) in der jugendherberge an, wo wir zuerst ziemlich außenvor standen und die anderen kritisch beobachteten. die kannten sich anscheinend schon alle und ich dachte schon: oh man, wie willst du das überleben, wenn du niemanden hier kennst? bald wurden wir auf zimmer aufgeteilt und meine schwester l. und ich sollten mit zwei anderen mädchen zusammen in einem zimmer schlafen. die stellten sich dann als ganz okay heraus, kannten sich aber auch schon und waren eher mistrauisch uns gegenüber. nachdem wir die betten bezogen und unsere koffer ausgepackt hatten, gab es einen rundgang und ich lernte ein mädchen kennen, dass auch 15 war. nennen wir sie k. dann gings zum mittagessen. und danach kam schon das erste training. ich trainierte zusammen mit k. und wir kamen auch gut klar. aber an die anderen traute ich mich noch nicht so ran. also standen meine schwester und ich eher alleine am rand, während die anderen redeten. um 6 gab es abend und nach einer kurzen pause danach trainierten wir bis 9. die stunde bis zur nachtruhe blieben l. und ich auf unserem zimmer, während die anderen noch durch den flur liefen und sich austauschten. am nächsten morgen wurde um 6:45 geweckt, damit wir um 7:00 beim schwimmbad sein konnten, wo wir alle 4 bahnen schwimmen sollten und dann noch zeit zum planschen hatten. um 8 gabs frühstück, training und um 12 wieder mittag. l. und ich blieben wieder ziemlich unter uns. ich kann nie so gut auf leute zugehen und l. schonmal gar nicht. nach der letzten trainingseinheit brachte ich den mut auf, mich zu ein paar leuten zu setzen, die karten spielten. nach einer weile fragte mich ein junge, ob ich mitspielen wollte. diesen jungen nennen wir jetzt mark, er ist samstag auch 15 geworden. sieht aber irgendwie aus wie 17 oder so. er wird noch eine große rolle spielen.. ich hab dann mitgespielt, nachdem sie mir das spiel erklärt haben (mau mau, nein, ich kannte es einfach nicht). am nächsten tag hab ich dann viel mehr mit den ganzen leuten gemacht, auch mit mark. ich hab viel mit den anderen geredet, sie viel gefragt und hab mich mehr getraut. an dem tag haben wir auch taekwondo und selbstverteidigung gemacht, was ziemlich cool war. nach der letzen trainingseinheit haben wir dann wieder karten gespielt und ich saß neben mark. der hat sich gegen mein bein und meine schulter gelehnt oder lag mit dem kopf auf meinem bein. wir waren grade mitten im spiel, als wir uns anziehen sollten: nachtwanderung. wir liefen durch einen wirklich stockdunklen wald. man hat überhaupt nichts gesehen. und ich hatte totale angst. mark lief die ganze zeit neben mir, mich bei sich untergehakt. wieder in der jugendherberge hat er mich zum gute nacht sagen umarmt und ich war der glücklichste mensch der welt. am nächsten tag fuhren wir, nach ein paar komplikationen dank der deutschen bahn, ins schwimmbad nach timmendorf. dort blieben wir bis 3 und machten uns dann wieder auf den rückweg, der auch länger dauerte, als erwartet. während wir auf züge warteten, lagen wir auf den bähnhöfen auf dem boden und erzählten nur mist. nach noch einer trainingseinheit spielten wir wieder karten, wobei ich auf marks bauch lag und fast gegen eine wand lief, nachdem er mich wieder zu tschüss sagen umarmt hatte. dann kam der freitag uns somit der tag der prüfung. schon beim frühstück hatte ich panik. in der letzten trainingseinheit vor der prüfung wurde es auch nicht besser und schon eine stunde, bevor wir auf der matte stehen sollten, lief ich mit meinem partner meine kata nochmal durch. und entschloss ganz spontan mit einem anderem mädchen, j., dass ich mit ihr und sie mit mir die prüfung machen würde. kurz bevor die prüfer kamen, lag ich flach auf der matte, meine hände zuckten von alleine und ich bekam kaum luft. so aufgeregt war ich. dann ging es los. die würfe liefen gut, meine kata war auch in ordnung, aber beim bodenprogramm hatte ich einen haltegriff total vergessen und konnte mich nur entschuldigen, als ich ihn vorzeigen sollte. nach einer gefühlten ewigkeit wurde uns allen dann gratuliert, wir hatten alle bestanden. j. und ich lagen uns in den armen und ich hab ihr meinen grünen gurt gegeben, weil sie ja grün gemacht hatte und einen neuen gürtel brauchte. von unserer trainerin haben wir dann unsere blauen bekommen und ich hätte vor stolz platzen können. und als mark mir gratulierte und ich in den arm nahm, konnte nichts und niemand meinen tag mehr ruinieren. zur feier des tages wurden alle prüflinge zum eis eingeladen und zur eisdiele liefen mark und ich arm in arm. wir sahen uns alle zusammen einen wunderschönen sonnenuntergang an und liefen wieder zurück. dort grillten wir dann und spielten ein paar spiele und es gab schon die ersten abschiedstränen, weil sich 3 mädchen schon verabschieden mussten. und ich dachte mir angst an den nächsten morgen, an dem ich mark und den anderen tschüss sagen sollte. irgendwann gegen halb 12 gingen wir dann alle zurück zur jugendherberge. dass schon lange nachtruhe war, hat niemanden mehr interessiert. und außerdem sollte mark in einer halben stunde geburtstag haben und wir wollten ihm natürlich alle gratulieren. was wir auch alle taten. wieder mit umarmung, nachdem er meine angebotene hand mit einem "ach, quatsch!" kommentiert hatte. danach wurden aber alle schlafen geschickt. das aufstehen am nächsten tag war der absolute horror und beim frühstück sahen wir alle aus wie lebende leichen. nachdem alle koffer gepackt waren, versammelten wir uns alle im gruppenraum und bekamen teilnahme- und prüfungsurkunden verliehen. und danach mussten wir tschüss sagen. mark war der erste, der gehen musste. er verabschiedete sich bei allen und kam zuletzt zu mir. er nahm mich in die arme und fragte, ob ich denn in den osterferien wieder dabei wäre. ich antwortete: keine ahnung, mal gucken. er ließ mich los und weg war er. und ich musste anfangen zu weinen. was nicht besser wurde, als ich mich von j. und den anderen verabschieden musste, die auch gingen. doch grade, als die anderen gegangen waren, kam mark nochmal zur tür rein, weil er was vergessen hatte und sah mich heulend in der gegend rumstehen. mein einziger gedanke: scheiße. er kam zu mir, laberte irgendwelchen mist, von wegen, ich würde nur wegen ihm weinen und nahm mich ein letztes mal in die arme. ganz fest. nach einer kleinen ewigkeit ließ er mich wieder los und musste dann wirklich gehen. ich weinte fast die ganze rückfahrt. die zwei stunden dauerte. und verfluchte mich selbst, dass ich so einen gefühlsmist baue. ich will keine gefühle für ihn haben. er wohnt zwei stunden von mir entfernt! ich seh ihn vielleicht erst in den osterferien wieder. aber ich vermisse ihn jetzt schon wie bescheuert. war aber natürlich wieder klar. okay, egal jetzt. ich muss schlafen gehen und wahrscheinlich hat sich eh keiner diesen text durchgelesen. trotzdem wünsch ich euch eine gute nacht! ♥
Also erst einmal: Entwässerungstabletten entwässern und regen den Stoffwechsel an. Die Wassereinlagerungen im Gewebe werden irgendwie herausgezogen und dann ausgespühlt. Das steht jedenfalls auf der Packung bzw. im Internet, so wirklich Ahnung habe ich auch nicht, was ziemlich dumm ist aber naja. Ich glaube, es wirkt. Auf jeden Fall renne ich recht häufig zur Toilette, wenn ich das mal anmerken darf.
AntwortenLöschenDen Text habe ich gelesen und das hört sich sehr interessant an mit Mark ;) Da musst du mich unbedingt auf dem Laufenden halten. Ich hoffe aber, dass du ihn bal wiedersehen kannst und nicht so lange warten musst. Und Glückwunsch zum neuen Gürtel!! Was kommt danach für einer, also die Farbe? Ich bin so unwissend was Kampfsport betrifft :D Oh und einen schönen ersten Schultag... hmm, ich weiß ja nicht :D Erstmal eine gute Nacht ♥