Mittwoch, 13. Juni 2012
kalorienarmer scheißtag
selten war ein tag erst so gut und dann so beschissen. die ersten beiden stunden haben wir gefrühstückt (ich habe ein brötchen mit fast keinem aufstrich gegessen und orangensaft getrunken) und haben draußen rumgesessen. dann waren wir kanu fahren. das hat richtig spaß gemacht, die sonne hat geschienen und obwohl wir immer die letzten waren haben wir immer gelacht ohne ende. und außerdem habe ich jetzt dezenten muskelkater in den armen, es scheint wohl auch anstrengend gewesen zu sein. eine stunde früher als geplant durften wir dann nach hause. und ab da wurde mein tag nur noch beschissen. ich hatte doch erzählt, dass ich bei dem freund mit den leuten aus meiner klasse fußball gucken wollte, oder? tja. meine mutter hält davon nichts. sie hält nichts davon, dass ich in der vorletzten woche, in der eh nichts mehr passiert, einmal nach sechs uhr zuhause bin. ich hatte alles abgeklärt. wie ich hinkomme und wie ich zurückkomme und so weiter. allen schon eigentlich zugesagt. weil meine mutter eben gestern noch so klang, als dürfte ich. pustekuchen. wozu sollte ich auch mein leben genießen sollen oder sowas? warum nicht gleich von der nächsten brücke springen? macht bestimmt mehr spaß als mein scheiß leben jetzt. ich weiß, ich sollte nicht so einen mist reden. aber es ist echt so. ich hab keinen bock mehr. darauf, immer brav zu sein und zu tun, was alle von mir erwarten und wollen. auf meine eltern. darauf, immer gute noten zu schreiben, mich anzustrengen, zu lernen, wenn es mir nichts bringt. ich brauche keine eins in latein. meine eltern brauchen sie. also muss ich sie auch brauchen. man könnte ja meinen, dass, wenn ich immer alles mache, was sie sagen, mir das privilegien einbringt. anders gesagt dinge, die für andere leute selbstverständlich sind. freiheit. ein ordentliches leben. aber nein. ich habe meine mutter angefleht. gebettelt wie eine bekloppte. demütigend. ich habe noch nie soviel geweint wie heute. nach der "absage" bin ich sofort auf mein zimmer. ins bett. heulenheulenheulen. irgendwie bin ich wohl eingeschlafen. perfekt, mittagessen verschlafen. und mich kam auch keiner holen, meine gesellschaft ist anscheinend nicht erwünscht. soll mir egal sein. ich habe auch nichts mehr gegessen bis jetzt. zusehr beschäftigt mit verletzt sein und weinen. dann eben noch zwanzig minuten auf dem fahrradding (höchste stufe) ausgepowert und fünzig sit ups gemacht. ich fühle mich körperlich fast gut. ich werde vielleicht noch einen wrap essen, nachdem ich mein zimmer aufgeräumt hab. oder eine scheibe knäckebrot. mal sehen. ihr hört noch von mir!:*
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Na das ist ja ein super Tag gewesen :( Nicht. Das ist echt mies, dass du nicht hingehen kannst. Ich meine auch wenn noch Schule ist könnte man das verkraften. Ich verstehe dich da... Rebellion ist manchmal ganz gut. Du musst dir nicht alles gefallen lassen ;) Aber wenigstens hat's mit dem Essen geklappt, aber das hebt die Laune höchstens erst morgen beim Blick auf die Waage oder so. Ich denk beim Fußball an dich ;*
AntwortenLöschen