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Sonntag, 16. April 2017

jetzt hab ich euch beide
aus meinen laken gewaschen
ihn ausgezogen
und an dich gedacht
mich hingegeben,
nachdem ich mir deinen geschmack
und deinen namen mit billigem wein
von der zunge gespült habe
an dich gedacht
und ihn geküsst
fremde finger
mit meinen verflochten
und
fremde lippen
auf meiner haut
stöhnen,
meins seins nicht deins
hektisches atmen,
geschlossene augen
verschließe meine augen
und irgendwann bestimmt
lerne ich,
wie man sein herz verschließt

Donnerstag, 23. März 2017

versuche zu verstehen,
was du meinst,
wenn du sagst,
was du sagst,
und scheitere so oft
versuche zu verstehen,
was ich will,
wenn ich denke,
was ich denke,
und scheitere noch viel öfter
 

Dienstag, 21. März 2017

und straßenlaternen
ziehen vorbei
ein wochenende mehr geschichte
ein wochenende mehr so tun als ob
und vor dem fenster wieder autobahn
manchmal kann man nichts machen,
außer weiter
hab ich mal gelesen
aber manchmal
kann man auch nichts machen
außer
nichts
machen
weil schmerz lähmt
und weil auf euphorie
immer apathie folgt
ganz logisch
und zuverlässig
und wieder auf dem weg,
weg von uns
kopf voll
rest leer
wenn es mir so schlecht geht,
dass ich keine luft mehr kriege,
dass es sich anfühlt,
als würde mein kleines halbes herz
implodieren
und meine kleine verkorkste welt
untergehen,
hab ich gedacht,
dann ändert sich danach irgendwas,
wenn ich so traurig bin,
dass es dafür keine worte mehr gibt,
dann wird auch irgendwann irgendwas besser,
hab ich gedacht
aber wie naiv
meine kleine welt ist schon so oft
untergegangen,
dass ich schon glaube,
es gibt sie gar nicht
ich bin atlantis,
non-existent
existiere genau so wenig
wie glück,
denn sind wir mal ehrlich
verfliegt glück viel zu schnell
und hinterlässt immer
einen so bitteren nachgeschmack
von wehmut und nostalgie,
dass es besser nicht da gewesen wäre
keine kompromisse
nur atlantis
und manchmal mein kleines
halbes herz,
das implodiert


Freitag, 24. Februar 2017

was denkst du,
wenn du mich siehst?
wenn du meinen namen sagst,
mich küsst,
mit deinen fingern über mein gesicht
durch meine haare
streichst
meine hand hälst,
mich in deinen armen,
was fühlst du?
meinen kopf an deiner schulter,
meine haut unter deinen lippen
und mein stöhnen
unter deiner zunge,
was hörst du,
wenn ich deinen namen
sage?
wenn ich dir ins ohr flüstere
und dinge sage,
die nur für dich gedacht sind
und diesen moment
und dieses gefühl
was denkst du,
wenn du mich siehst?
in jeder weise nackt,
ausgezogen und ausgeliefert,
außer atem
und mit tränen in den augen
,,schreiben hilft",
sag ich dir
und
,,schreiben hilft",
sag ich mir
also schreibe ich
schreibe,
dass ich nicht mehr weiß,
was einen sinn ergibt
und dass ich eigentlich gar nicht weiß,
was ich schreiben soll,
welche buchstaben ich kombinieren soll
um auszudrücken,
was sich einmal anfühlt,
als würde mein herz zerspringen
und einmal,
als wäre ich weit weg,
so weit weg von mir,
dass ich niemals zurückkomme
und wie schreibe ich,
dass ich auch keine antwort habe,
schon lange nicht mehr,
nicht weiß,
wie lange,
wieso
und warum jetzt


meine finger
sind schildkröten
auf der tastatur meines laptops
und
es scheint,
als haben meine beine vergessen,
wie man geht
und meine lungen,
wie man atmet
ich schnappe nach luft
und wenn ich nur lange genug
nur lange genug
an die decke starre
dann vielleicht, vielleicht
ich bin müde
aus - ge - laugt
von nichts, von dieser stadt,
von meinem kopf
von meinem herzen,
mein herz schleppt
sich/mich
dahin
und ich schleppe mich
schleppe dich/uns
in die bahn
 sitzplatz am fenster, ans fenster
gelehnt
in mein bett,
unter die decke
unter mein kissen,
ganz klein
und doch nicht klein genug,
nicht klein genug