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Freitag, 24. Februar 2017

,,schreiben hilft",
sag ich dir
und
,,schreiben hilft",
sag ich mir
also schreibe ich
schreibe,
dass ich nicht mehr weiß,
was einen sinn ergibt
und dass ich eigentlich gar nicht weiß,
was ich schreiben soll,
welche buchstaben ich kombinieren soll
um auszudrücken,
was sich einmal anfühlt,
als würde mein herz zerspringen
und einmal,
als wäre ich weit weg,
so weit weg von mir,
dass ich niemals zurückkomme
und wie schreibe ich,
dass ich auch keine antwort habe,
schon lange nicht mehr,
nicht weiß,
wie lange,
wieso
und warum jetzt


meine finger
sind schildkröten
auf der tastatur meines laptops
und
es scheint,
als haben meine beine vergessen,
wie man geht
und meine lungen,
wie man atmet
ich schnappe nach luft
und wenn ich nur lange genug
nur lange genug
an die decke starre
dann vielleicht, vielleicht
ich bin müde
aus - ge - laugt
von nichts, von dieser stadt,
von meinem kopf
von meinem herzen,
mein herz schleppt
sich/mich
dahin
und ich schleppe mich
schleppe dich/uns
in die bahn
 sitzplatz am fenster, ans fenster
gelehnt
in mein bett,
unter die decke
unter mein kissen,
ganz klein
und doch nicht klein genug,
nicht klein genug

Montag, 20. Februar 2017

blasse weiche härchen
auf haut, die
die sommerbräune
schon fast wieder vergessen hat
mein name
auf deinen lippen
dein gesicht
unter meinen fingerkuppen
mein haar
in deinen händen und
dein lächeln
in meinen augen
meine gedanken
bei dir
und
deine
ganz woanders


Donnerstag, 16. Februar 2017

draußen
riecht es nach frühling
der himmel ist blau und
die sonne scheint mir
warm ins gesicht
aber in meinem kopf
ist über nacht
wieder schnee
gefallen
und es sieht nicht so aus,
als würde er
schnell
wieder schmelzen

Dienstag, 14. Februar 2017

morgens
s-bahn fahren
sonnenstrahlen durch 
dichte wolken
blicke durch
müde augenlider
seufzen durch
verkniffene münder
reisende gedanken in
an fensterscheiben gelehnten köpfen
jedes gegenüber eine geschichte,
ein geheimnis,
eine narbe über der linken
augenbraue,
abgeknabberte fingernägel,
aufgesprungene lippen,
raue hände,
sommersprossen auf der nase,
tränen,
die die wangen herunterlaufen
und auf
den
dicken wintermantel tropfen


und wie fühlt sich vergebung an?
wie
vergibt man
sich selbst
verlorene tage und
vergeudete stunden
und
verschwendete momente
wie sagt man sich los
von
schlechten gedanken
 und dunklen gefühlen
wie
ertrage
ich
mich
jeden einzelnen augenblick